oppmann

der durch die Versanddosage bewirkte Ausgleich der durch die zweite Gärung verloren gegangenen natürlichen Süße. Je nach Umfang der Versanddosage ergeben sich verschiedene Zuckergehalte, die ihre traditionellen Bezeichnungen haben. Die dort in Anführungsstriche gesetzten Benennungen dürfen von jedem Mitgliedstaat gebraucht werden, sofern sie dort verständlich sind, wo der Schaumwein zum Verbrauch angeboten wird. Das ist für den Export wichtig. Der Zuckergehalt muss mit einer der vorgeschriebenen Bezeichnungen auf dem Etikett angegeben werden. Sind zwei Bezeichnungen möglich (z. B. trocken und halbtrocken bei 34 g/l), darf nur eine verwendet werden. Die teils englischen, teils französischen Bezeichnungen haben sich in Verbindung mit dem Export eingebürgert. Die Versanddosage heißt franz. liqueur d’ expédition. Darin hat liqueur nichts mit Likör zu tun, sondern es ist das lat. liquor „Flüssigkeit“, mit der Schaumwein „abgestimmt“ wird.