oppmann

die Mischung von Weinen verschiedener Herkunft und verschiedener Jahrgänge zu einem harmonischen Ganzen (deutsch Verschnitt, alt auch Verstich). Der Fachmann, der eine Cuvée zusammenstellt, hat ein verantwortungsvolles Amt; denn das Endprodukt, der schäumende Wein, muss als Ergebnis der Mischung stiller Weine dem entsprechen, was der Kenner von seiner Marke kontinuierlich erwartet. Er muss deshalb alle Qualitätsschwankungen ausschalten; auch bei Grundwein aus so genannten schlechten Weinjahren darf es keine Qualitätseinbuße geben. Auch Sekt mit Lagenbezeichnung (Lagensekt), dessen Grundwein nur aus einem einzigen Weinberg stammt, wird häufig auf einer Cuvée aufgebaut, die verschiedene Jahrgänge enthält, um die Jahrgangsunterschiede auszugleichen. Es gibt jedoch auch Sekt, der auf einem einzigen Wein aufgebaut ist, z. B. ein Lagensekt mit Jahrgangsbezeichnung; Jahrgangssekt. Die EG hat Cuvée definiert als den Most oder Wein oder die Mischung von Mosten oder Weinen mit verschiedenen Merkmalen, die zur Herstellung von Schaumwein bestimmt sind. Die zur Herstellung von Qualitätsschaumwein (Sekt) bestimmte Cuvée muss einen Gesamtalkoholgehalt von mindestens 9 % vol (Schaumwein 8,5 % vol) haben. Inländischer Most und Wein aus Mitgliedstaaten der EG dürfen untereinander verschnitten werden, sobald die Ausgangsstoffe als zur Herstellung von Schaumwein gekennzeichnet sind. Verschnitt mit Weinen aus Drittländern ist nicht zulässig.